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Wellenberg-Resolution 1997

Das Nein zum Wellenberg vom 25. Juni 1995 hat Konsequenzen. In einer gemeinsamen Resolution fordern die unterzeichnenden Organisationen und Parteien von den verantwortlichen Beh–rden und PolitikerInnen, diesen Volksentscheid zu respektieren und sich mit gr–sster Entschlossenheit gegen einen Sondierstollen imWellenberg auszusprechen. Folgende Forderungen m¸ssen Einfluss auf das weitere Vorgehen bez¸glich der Lagerung von radioaktiven Abf”llen und auf die zuk¸nftige Energiepolitik haben:

Risiko
Das Problem der Lagerung radioaktiver Abf”lle kann nicht abschliessend gel–st werden. Diese Abf”lle sind und bleiben w”hrend Jahrtausenden lebensgef”hrdend. Wir wollen uns diesem Risiko nicht aussetzen.

Neue Lagerkonzepte
Eine dauernde und sichere Entsorgung radioaktiver Abf”lle gibt es nicht, diese k–nnen nur provisorisch gelagert werden. Jedes Lager muss jederzeit reparierbar und dessen Inhalt r¸ckholbar sein. Nur so kann auf Ver”nderungen in der Natur und auf neue technische Entwicklungen reagiert werden.

Neue Energiepolitik
Nur mit einer zukunftsweisenden Energiepolitik ohne Atomkraftwerke kann der gr–sste Teil radioaktiver Abf”lle, die bei der Atomstromproduktion anfallen, vermieden werden. Nutzen wir die Chance und machen wir den innovativen und arbeitsplatzf–rdernden Schritt in die Zukunft.

Demokratische Rechte
Wir fordern Beh–rden und PolitikerInnen auf, das Wellenberg-Nein zu respektieren und mit allem Nachdruck durchzusetzen. Wir engagieren uns f¸r unseren Lebensraum. Dies sind wir den nachfolgenden Generationen und allen Menschen in der Schweiz schuldig, die nicht ¸ber den Bau von Atomanlagen entscheiden k–nnen.

MNA; AkW; Stop Wellenberg; DN, SPN; UBN; VCS; WWF; DE